Lobbyismus - warum das Grundwasser mit Nitrat belastet wird

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Zu viel ausgebrachte Gülle belastet das Trinkwasser
Der frühere niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) bestätigt, dass im Jahr 2017 im Anhang der Düngeverordnung bei einzelnen Pflanzen der Stickstoff-Bedarf künstlich hochgeschraubt worden sei - teilweise um mehr als 20 Prozent. Das Hochsetzen des Stickstoffbedarfs sei maßgeblich von der Agrarindustrie aus dem Raum Cloppenburg/Vechta vorangetrieben worden. Federführend sei der damalige CDU-Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp gewesen, heute Präsident des Raiffeisen-Verbands.

Meyer bestätigt gegenüber "Plusminus", dass sich Franz-Josef Holzenkamp in den Verhandlungen mit dem Bund habe garantieren lassen, dass die Massentierhaltung in Cloppenburg-Vechta durch die Düngeverordnung 2017 "nicht betroffen" sei.
Es sei darum gegangen, die Mastanlagen in Niedersachsen nicht abstocken zu müssen. In diesen Regionen in Niedersachsen werde auch weiterhin überdüngt, das zeige der Nährstoffbericht 2018/2019.

Franz-Josef Holzenkamp stand im Rahmen der Recherche nicht für ein Gespräch zur Verfügung. Schriftlich ließ er mitteilen, die Behauptungen seien unwahr.

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